Tanzturnier verbunden mit einem Tänzerausflug nach Heddesheim

 Nachdem auf Grund mangelnder Teilnehmermeldungen der diesjährige Ausflug der Standard Latein Gruppe nach Südtirol entfallen mußte, entschlossen sich die Turnierpaare statt dessen einen Ausflug zu einem Turnier zu machen, das an diesem Wochenende Turniere für alle Gammelsdorfer Paare bot. Heddesheim- im Rhein Neckarkreis in der Nähe von Mannheim bot dann tatsächlich für alle Gammelsdorfer Paare jeweils an beiden Tagen ein Turnier an. Susi und Willi Mengelkamp sowie Heinz und Monika Wittmann waren von den Turnierpaaren nicht dabei, dafür aber waren als Edelfans Leo und Mariele Chochola, Walter und Luise Lubig, Robert und Resi Zellner, Irmi Poser und Elisabeth und Georg Reiher mit von der Partie.

Um 08.00 Uhr traf sich die Gruppe an der Auffahrt zur Autobahn in Unterempfenbach.  Ca. 1 1/2 Stunden vergingen bis zur traditionellen Weißwurstpause. Ausgestattet mit Gaskocher und sonstigem Zubehör wurde ein Parkplatz in Beschlag genommen. Frisch gestärkt ging die Reise weiter nach Speyer. Der Dom zu Speyer, Weltkulturerbe der UNESCO, wurde natürlich genauso besichtigt wie die sehr schöne Innenstadt. Für große Heiterkeit sorgte die Tatsache, dass in dem Lokal in dem man zur Kaffeepause weilte, die Toilette so eine geringe Höhe hatte, dass selbst Ilnickis sich den Kopf anstießen.

Weiter ging es in die alte Kaiserstadt Worms. Mit Trier gehört dieser Ort zu den ältesten Städten in Deutschland. Viele deutsche Kaiser haben hier ihre letzte Ruhestätte gefunden und die Reformer um Martin Luther bekamen durch sein Verweilen in Worms einen großen Aufschwung. Die Wertschätzung, die Luther auch heute noch besitzt, wird durch die Errichtung des größten Lutherdenkmales der Welt unterstrichen. Es war Spätnachmittag und die Gruppe machte sich auf den Weg nach Heddesheim. Nachdem alle ihr Quartier bezogen hatten, fuhr man ca. 7 km nach Ladenburg. Ladenburg ist eine alte Römerstadt mit ca. 11.000 Einwohnern. Da Kaiser Trajan der Stadt Lopodunum - wie sie von den Römern genannt wurde - im Jahr 98 n. Chr. die Stadtrechte verliehen hatte, konnte Ladenburg im Jahre 1998 bereits sein 1900-jähriges Bestehen feiern. Bei einem Gang entlang der alten Stadtmauern konnte man sich vom Reiz dieser mittelalterlichen Stadt überzeugen. Im Würzburger Hof waren Plätze für die Gruppe reserviert und es wurde ein sehr unterhaltsamer Abend, der natürlich noch mit einem Absacker in einem der Zimmer endete.

Der Samstag stand im Zeichen des Sports. Schon um 09.00 Uhr begann für Krzysztof und Wioleta das Turnier. Sowohl die Turnierleitung als auch die Veranstalter waren sehr erfreut über die "Stimmungsmacher aus Bayern". Den ganzen Tag über wußte (hörte) man immer, ob ein Paar aus Gammelsdorf mit dabei war oder nicht. 12 Paare waren am Start in der Sen II D Klasse und Krzysztof und Wioleta unterstrichen einmal mehr, dass sie in dieser Klasse zu den Spitzenpaaren gehörten. Lediglich einem Paar aus Würzburg mußten sie sich beugen. Wie stark dieses Paar war, wurde durch die Tatsache unterstrichen, dass sie als Gewinner der D-Klasse in der C-Klasse mittanzen durften und dort den 2. Platz errangen.

Sehr gespannt waren alle dann, wie es Franz und Inge Bichlmeier in der Sen II C Klasse ergehen würde. Von allen Gammelsdorfer Paaren haben sie  wohl die längste Zeit in der Vorbereitung in der Halle in Gammelsdorf als auch in Mainburg verbracht. Dass sich Trainingsfleiß auszahlt, war und ist hier sehr deutlich zu erkennen. Sowohl Haltung als auch der gesamte Bewegungsablauf sind stark verbessert und nur um einen Punkt verpassten sie die Finalrunde und landeten bei 15 Paaren auf dem 8.Platz.

Helmut und Ingrid Tscherner hatten sich einiges vorgenommen an diesem Tag, dens sie hatten nicht nur für die Sen III B gemeldet sondern auch für die Sen II C. Begonnen hatte es mit der Sen III B. Dieses Turnier werden Helmut und Ingrid sicherlich nicht so schnell vergessen. Nachdem sie ganz klar und souverän die Finalrunde erreichten und auch im Finale klar auf Siegerkurs waren, tanzten sie den Slowfox beständig von Anfang bis zum Ende ausser Takt und handelten sich folgerichtig fünfmal den 6. Platz ein, was ihnen dann in der Endabrechnung den 2. Platz bescherte. Aber man sah das ganze dann doch relativ sportlich, auch wenn Helmut sich sowohl an diesem Wochenende als auch wahrscheinlich in naher Zukunft noch die eine oder andere dumme aber freundschaftlich gemeinte Bemerkung gefallen lassen muß. Ihre großartige Form stellten sie aber dann auch in der Sen II C Klasse unter Beweis. Hier gelang ihnen ein erneuter 2.Platz, wobei hier ein Paar aus Saarbrücken sich den Turniersieg holte.

Für die Fans war dann Pause, denn erst um 19.30 Uhr gingen Josef und Alexandra an den Start. Schriesheim, ebenfalls eine mittelalterliche Stadt, wenige Kilometer entfernt, wurde besichtigt. Der Weinort am Rande des Odenwaldes hat einen besonderen Reiz, wobei die Besichtigung der katholischen Kirche hier schon fast ein Muß ist. Die letzten Sonnenstrahlen geniesend, wurde der Federweiße und frisch gemachter Zwiebelkuchen verkostet.

Zu lange konnte man aber nicht verweilen, denn die Hauptgruppe II B, der erste offizielle Start der beiden in der B- Klasse stand auf dem Programm.

Von Beginn an war aber klar, dass Josef und Alex mit dem Turniesieg nichts zu tun haben werden, denn zu groß ist derzeit der Trainingsrückstand. Auch die Programmfolge ist den höheren Ansprüchen noch nicht angepasst um hier wirklich nachhaltig eine Chance zu haben. 8 Paare gingen an den Start und das erreichen der Finalrunde war für beide schon ein Erfolg. Im Finale waren aber dann doch auch Konditionsmängel erkennbar und so blieb es bei einem 6. Platz.

In der Heddesheimer Dorfschänke nahm der Tag dann seinen Ausklang, wobei der Absacker im Hotel natürlich erneut nicht fehlen durfte.

Am Sonntag war dann keine so große Eile angesagt, da Krzysztof und Wioleta erst um 10.30 Uhr starten mußten.

Ähnlich wie am Tag zuvor verlief es auch am Sonntag. Nur dem Paar aus Würzburg mußten sich beide geschlagen geben und holten erneut einen tollen 2. Platz.

Nicht so gut wie am Samstag verlief es dann bei Franz und Inge Bichlmeier. Leider schieden sie in der Vorrunde schon aus, wobei einmal mehr das "warum" für die Schlachtenbummler nicht erkennbar war. Platz 12 bei 17 Paaren war dann das Resultat.

Helmut und Ingrid hatten am Sonntag nur für das Turnier der Sen III B gemeldet. Man war gespannt, wie vor allem der Slowfox klappte. Sowohl in der Vorrunde als auch in der Zwischenrunde waren sie sehr gut unterwegs, auch wenn man schon merkte, dass beide nicht so frisch wie am Vortag wirkten.

Bis zum Slowfox waren sie gut dabei, wobei die Wertungen insgesamt sehr unterschiedlich waren. Der Slowfox aber schien an diesem Wochenende irgendwie nicht so zu ihren Stärken zu gehören, auch wenn er dieses Mal nicht ausser Takt, aber dennoch sehr grenzlastig war. Auch den Wiener Walzer vorher hatte man von beiden schon souveräner gesehen. Es mußte viel gerechnet werden und als letztendlich erneut der 2. Platz dabei herauskam, waren sowohl die Fans als auch Tscherner`s hoch zufrieden.

Gegen 16.00 Uhr machte sich die Gruppe dann geschlossen auf die Heimreise, wobei eine gemeinsam Rast an der Autobahn natürlich noch abgehalten wurde.

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Fotos von Robert Zellner